TV-Reportage: Arbeitssklaven in der deutschen Logistik

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Dieser Text ist keine redaktionelle Veröffentlichung des ZDF. Verantwortlich, im Sinne des Presserechts, ist Camion Pro e.V.

Menschenhandel, organisiertes Verbrechen und die Schleusung von illegalen Arbeitssklaven in die EU. Das sind nur einige der Straftaten, die der Berufsverband Camion Pro im Zusammenhang mit osteuropäischen Transportunternehmen aufgedeckt hat. Die Recherchen wurden von ZDF-Autor Christian Bock und einem Kamerateam begleitet. Die Ausstrahlung der Reportage „Sklaven der Straße – Lohndumping in der Logistikbranche“ erfolgt am Mittwoch, 12. Februar 2020, im ZDF.

TV-Reportage Ankündigung: https://youtu.be/HGaOLwVwU5k

Menschenhandel, organisiertes Verbrechen und die Schleusung von illegalen Arbeitssklaven in die EU. Das sind nur einige der Straftaten, die der Berufsverband Camion Pro im Zusammenhang mit osteuropäischen Transportunternehmen aufgedeckt hat. Die Recherchen wurden von ZDF-Autor Christian Bock und einem Kamerateam begleitet. Die Ausstrahlung der Reportage „Sklaven der Straße – Lohndumping in der Logistikbranche“ erfolgt am Mittwoch, 12. Februar 2020, im ZDF.
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Die 30-minütige Reportage „Sklaven der Straße – Lohndumping in der Logistikbranche“ im Rahmen der Sendereihe ZDF Zoom dokumentiert erstmals den gesamten Weg der osteuropäischen Arbeitssklaven, von der Anwerbung im Heimatland bis zum Einsatzgebiet in Deutschland und Westeuropa.

Mit Hilfe seines Netzwerks im Branchenverband „Camion Pro“ ist es Andreas Mossyrsch gelungen, einen Fahrer in eine sogenannte Personalagentur mit Sitz in Lwiw in der Ukraine einzuschleusen. Die „Agentur“, die sich im Verlauf der Dreharbeiten als Bestandteil eines kriminellen Netzwerks entpuppte, schleust Fahrer nach Polen, die dann für polnische Speditionen in Deutschland arbeiten.

Mossyrsch konnte dokumentieren, wie künftige Lkw-Fahrer in der Ukraine und Polen mit Schulungen in Urkundenfälschung und Lenkzeitmanipulationen auf ihren illegalen Einsatz in Deutschland vorbereitet werden. Professionelle Kriminelle rüsten zudem die künftigen Fahrer mit illegalen Dokumente aus, bis hin zur gekauften Berufskraftfahrerberechtigung. Einige der Missstände werden auch in der ZDF-Reportage aufgegriffen.

Nach Abschluss der Dreharbeiten hat Camion-Pro-Vorstand Andreas Mossyrsch bei der Staatsanwaltschaft München Strafanzeige gegen zwei Speditionen in Polen sowie gegen die Vermittlungsagentur in der Ukraine erstattet, unter anderem wegen gewerblich und bandenmäßig organisierter Straftaten. Insbesondere wirft Mossyrsch den Firmen, Menschenhandel zum Zweck der Ausbeutung der Arbeitskraft, Verstöße gegen das Mindestlohngesetz, illegale Beschäftigung, Steuerhinterziehung und Sozialversicherungsbetrug, Verstoß gegen das Aufenthaltsgesetz, Einschleusen von Ausländern, Verkehrsgefährdung, Anstiftung zu Straftaten sowie Urkundenfälschung vor.

Das ZDF strahlt die Reportage „Sklaven der Straße – Lohndumping in der Logistikbranche“ im Rahmen der Reihe ZDF Zoom am Mittwoch, 12. Februar 2020 um 22:45 Uhr aus.

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